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Rath Heimberger ſuchte vergebens nach Worten, um ſie zu tröſten.
„Vielleicht iſt es noch nicht ſo ſchlimm, wie der Mann ſagt,“ ſprach er endlich.»Noch können wir hof⸗ fen, daß der Sturz keine tödtlichen Folgen haben wird. Schnell einen Arzt herbei geſchafft, er ſoll in des Amts⸗ boten Wohnung kommen! Ich ſelbſt werde Sie beglei⸗ ten, Frau Wagner, und nach Ihrem Mann ſehen! Kommen Sie!“
Er griff ſchnell nach Hut und Stock, reichte der weinenden Frau ſeinen Arm zur Stütze, und führte ſie nach ihrer Wohnung.
Ein trauriger Anblick harrte hier ihrer. Auf dem Sopha lag, mit Blut bedeckt, mit todtbleichem Antlitz und halb erloſchenen Augen, der verunglückte Mann, und konnte nur mit Mühe ſeiner Frau die Hand ent⸗ gegen ſtrecken. Sie ſank laut aufſchreiend vor Jammer an der Seite ihres Gatten nieder, und benetzte ſeine zerſchmetterte Geſtalt mit heißen Thränen.
.„Sei ruhig, liebes Weib,“ flüſterte er mit matter, kaum vernehmbarer Stimme,»Gott hat gewollt, daß es ſo kommen ſollte, und da dürfen wir weder murren nooch klagen! Sie auch hier, Herr Canzleirath? Ach, das war eine ſchlimme Nacht! Aber ich habe ihren Auftrag vollführt. In meiner Bruſttaſche werden Sie den Empfangsſchein des Herrn Richters finden.“
„Still, ſtill jetzt davon,“ erwiederte der Canzleirath tief bewegt und erſchüttert.„Hätte ich ahnen können, daß Euer Gang ein ſo trauriges Ende nehmen würde, ich hätte Euch wahrlich nicht den Auftrag dazu gege⸗ ben!«
„Ach, Herr Rath, Sie tragen ja keine Schuld an


