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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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und ertheilte ihm haſtig die nöthigen Befehle. Dann wendete er ſich wieder zu Frau Elsbeth.

Verlaſſen Sie ſich auf mich, gute Frau, es wird Alles geſchehen, was geſchehen kann, ſagte er.»Wir können kaum daran zweifeln, daß Ihrem Mann etwas Außerordentliches begegnet iſt, doch wollen wir vorläu⸗ fig noch die Befürchtung nicht aufkommen laſſen, daß es durchaus etwas Schlimmes und Betrübendes ſein müßte. Gehen Sie einſtweilen ruhig wieder nach Hauſe. Sobald ich Nachricht erhalte, laſſe ich dieſelbe Ihnen mittheilen, oder komme ſelbſt.*

Die ſtillweinende Frau war im Begriff, der Wei⸗ ſung des Canzleirathes zu folgen, als haſtig die Thür aufgeriſſen wurde, und der abgeſchickte Rathsdiener mit äußerſt verwirrter und erſchreckter Miene wieder herein⸗ trat.

Sie bringen ihn ſchon, Herr Rath, ſagte er.

Wen?

Nun, den Amtsboten Wagner! Ach, der unglück⸗ liche Mann! 3

Frau Elsbeth ſchrie laut auf vor Schrecken; auch der Canzleirath wurde bleich.

Was iſt ihm denn geſchehen? fragte er.

Er iſt in der ſchrecklichen Sturmnacht in den Stein⸗ bruch geſtürzt, und da haben ihn heute Morgen ein paar Arbeiter halb zerſchmettert gefunden, verſetzte der Diener. Noch hat er gelebt und hat ſeine Wohnung angeben können, und dahin haben ihn denn die Leute auf einer Tragbahre getragen..

Frau Elsbeth ſchluchzte, als ob ihr das Herz bre⸗ chen müßte, bei dieſer entſetzlichen Nachricht, die ihre bangſten und traurigſten Befürchtungen beſtätigte, und

Lebensverſicherung.. 3 5