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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſchaften ſoll, bis wir wieder Zuſchuß bekommen; denn

das da iſt unſer letztes Geld.

Der Herr Rath ſchreckte zuſammen und machte ein beſtürztes, ellenlanges Geſicht.

»Unmöglich! rief er aus.

Leider nur zu wahr, verſetzte ſie.Hier iſt mein

Wirthſchaftsbuch, in dem jede einzelne Ausgabe ver⸗ zeichnet ſteht. Sieh' es durch, und du wirſt dich über⸗ zeugen, daß Alles mit rechten Dingen zugegangen it 4

Der Herr Rath ſchob das Wirthſchaftsbuch un⸗ willig auf die Seite, ſprang vom Stuhle auf, ſchritt ein paar Male geſenkten Kopfes im Zimmer hin und her, und ſtellte ſich endlich an das Fenſter, durch das er mit düſteren Blicken auf die Straße hinunter ſchaute.

Das iſt ja eine höchſt unangenehme Ueberraſchung, die du mir da bereitet haſt, Frau,« grollte er.Zum Henker auch, warum haſt du mir nicht früher geſagt, wie es mit uns ſteht? Nun ſitzen wir in der Patſche drin, und ich weiß mir weder Rath noch Hülfe!«

»Erinnere dich nur, lieber Mann, wie ſehr oft ich dich ſchon darauf aufmerkſam gemacht habe, daß deine Ausgaben mit unſeren Einnahmen in keinem Verhält⸗ niſſe ſtehen, entgegnete die Frau Räthin gelaſſen. »Meine Schuld iſt es nicht, wenn du alle meine Be⸗ merkungen in den Wind ſchlägſt.

Die Geſchichte iſt mir aber doch höchſt ärgerlich,« brummte er vor ſich hin.Verſprochen hab' ich nun einmal, zu kommen, und da muß mir nun grade Dieſes paſſiren. Hoͤchſt ärgerlich und verdrießlich iſt

Unwillig trommelte er mit den Fingern gegen die