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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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dann und wann ein feines Frühſtück, ein Abendeſſen im vertrauten Kreiſe der Collegen mitmachen. Da werden theure Weine getrunken, koſtbare Delicateſſen aufgetiſcht, und das verſchlingt eine Maſſe Geld. Ich möchte mich gern ausſchließen, aber es geht nicht. Rath So und So und So nimmt Theil, heißt es, wenn ich mich weigere,da können Sie doch un⸗ möglich zurückſtehen! und kurz und gut, man muß nachgeben und mitmachen, wenn man nicht ganz und gar über die Achſel angeſehen werden will.«

Da möcht' ich wahrlich beinahe wünſchen, wir wären noch Regiſtrator's, und das Vögelchen, von dem du ſagteſt, hätte noch nicht gepfiffen, verſetzte die Frau Räthin mit einem Seufzer aus ſchwerem Her⸗ zen.Was ſoll daraus am Ende noch we lieber Mann? Anſtatt zu ſparen und für unſeren Eduard zurückzulegen, müſſen wir auf dieſem Wege nach und nach in Schulden gerathen, und das iſt doch, wie du nicht läugnen kannſt, eine ſehr traurig ſicht. Wer einmal in Schulden ſteckt, kommt ſo l icht wieder heraus, denn Schulden ſind ſehr leicht und geſchwind gemacht, werden aber gewöhnlich n nit ſchweren Opfern und ſehr langſam getilgt.«

»Nun, nun, Weibchen, ſo ſchlimm iſt es nicht, du übertreibſt, beſchwichtigte der Herr Rath.Bis dahin werde ich es gewiß nicht kommen laſſen. Gedulde dich nur noch ein paar Wochen. Es iſt nur ganz im An⸗ fange ſo ſchlimm; nach und nach werde ich mich immer mehr zurückziehen, und dann fangen wir wieder unſer ſtilles, häusliches und ſparſames Leben an, wie vorher. Verlaß dich darauf! Auch an Eduard denken wir dann, und wollen in Betreff ſeiner Zukunft Alles ſo regeln