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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Gewiß, ein herzensgutes, vortreffliches Kind, fügte die Mutter hinzu.Laß uns doch ja gemeinſam dahin wirken, lieber Mann, daß ſeine Zukunft einmal eine wolkenloſe, eine ſorgenfreie werde!

»Gewiß wollen wir nach dieſem Ziele hinwirken,« verſetzte der Rath.Aber überlaß es nur ganz ruhig

mir, die dazu geeigneten Mittel und Wege zu finden.

Es will Alles reiflich und ſorgfältig überlegt ſein, liebe Frau. Für jetzt aber muß auch ich dich verlaſſen, um auf's Bureau zu gehen, und nachher einige noth⸗ wendige Beſuche bei meinen Vorgeſetzten und Gönnern zu machen, deren Wohlwollen wir einen guten Theil der Freude vom heutigen Morgen verdanken!

Der neue Herr Rath warf ſich in ſeine feinſten

Kleider, nahm mit einem herzlichen Kuſſe Abſchied von

ſeiner Frau, und eilte fort, um ſeinen Geſchäften nach⸗ zugehen. Die Frau blickte ihm ſinnend nach.

»Er iſt gut, herzensgut, murmelte ſie vor ſich hin, aber dennoch fürchte ich, es wird noch Mühe koſten, ihn dahin zu bringen. Indeß, ich will nicht ruhen und raſten, bis ich mein Ziel erreicht habe. Es gilt das Wohl und die Zukunft unſeres Kindes, da ſoll und darf man keine Opfer ſcheuen!

Zweites Kapitel. Der Agent.

Es vergiengen Tage, Wochen, Monate, und die Frau Räthin war ihrem Ziele noch immer keinen