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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mehr, wie viele Andere die Standeserhöhung und Ge⸗ haltszulage, nahm der Regierungsbote lächelnd das Wort.»Sie ſind bei den oberen Behörden ſehr gut angeſchrieben, und man weiß dort ſehr gut den uner⸗ müdlichen Eifer, die Umſicht und die Loyalität zu würdigen, welche der Herr Kanzleirath zu allen Zeiten bewieſen hat. Empfehle mich nun zu geneigtem An⸗ denken und danke ergebenſt für erwieſene Güte!«

Mit einem amtsmäßigen Bücklinge entfernte er ſich, und ließ den neugebackenen Rath mit ſeiner Frau und ſeinem Herzensjubel allein. Heimberger gieng in leb⸗ hafter Bewegung mit großen Schritten im Zimmer auf und ab, und ſchwelgte in dem Glüͤcke, das ihm ſchnel⸗ ler, als er gehofft und erwartet, zu Theil geworden war.

»Nun, beſter Mann, unterbrach nach einer Weile Frau Anna die Stille,danken wir Gott, daß Er es ſo gut mit uns und unſerem Knaben gemacht hat.

Zweihundert Thaler jährliche Gehaltszulage! Da wird

es dir nun ein Leichtes werden, ſechszig Thaler für deinen Sohn zurückzulegen!

Der neue Rath blickte ſeine Gattin mit großen Augen an, und mußte ſich erſt darauf beſinnen, was ſie eigentlich meinte. In der Freude über ſeine Stan⸗ deserhöhung hatte er das vorhin geführte Geſpräch faſt

ganz vergeſſen.

»Ach ja, ja, ſagte er zerſtreut,doch davon ein anderes Mal! Es preſſirt ja nicht, liebe Anna! Für den Augenblick habe ich an mehr zu denken, als an die Geſchichte da. Alſo ſpäter, ſpäter! Vorläufig gratulire ich zur Frau Räthin! Wie, das klingt

doch beſſer, als das gewöhnliche:Frau Regiſtratorle

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