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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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er noch nach einer Antwort ſuchte, wurde an die Thür geklopft, und erfreut daruͤber, durch eine äußere Stö⸗ rung ſeiner Verlegenheit, für den Augenblick wenigſtens, enthoben zu ſein, ließ Herr Heimberger ein kräftiges Herein!« ertönen. Die Thuͤr wurde geoffnet, und ein Regierungsbote trat in das Zimmer, der nach höflichem Gruße dem Regiſtrator ein großes, mit dem königlichen Siegel verſchloſſenes Schreiben einhändigte.

Gratulire von ganzem Herzen, ſagte er dabei. »Die Botſchaft wird dem Herrn Rathe willkommen ſein! 5

Was der Tauſend, Müller, Sie machen doch

nicht etwa ſchlechten Spaß! rief Heimberger aus, in⸗ dem er mit freudezitternder Hand das Siegel löste und das Schreiben entfaltete.Es iſt wahr, liebe Anna, ſetzte er dann nach flüchtigem Ueberblick froh erregt hinzu,das königliche Patent, das mich zum Kanzleirathe allergnädigſt ernannt und mir zweihundert Thaler jährliche Gehaltszulage gewährt. Vivat, es lebe der König, unſer allergnädigſter Herr! Und Sie, mein guter Müller, zum Dank für die fröhliche Bot⸗ ſchaft nehmen Sie dies! Err drückte dem Regierungsboten ein blankes Thaler⸗ ſtück in die Hand, das dieſer ſchmunzelnd einſteckte, und umarmte dann in ſtürmiſchem Entzücken ſeine Frau, die ſich heiteren Blickes ſeine Liebkoſung ge⸗ fallen ließ.

Siehſt du, Kind, ſagte er,da haſt du dir wie⸗ der einmal recht überflüſſige Sorgen gemacht! Das Vögelchen, das ich habe pfeifen hören, hat den richtigen Ton getroffen!

Nun, der Herr Kanzleirath verdienen aber auch

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