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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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auch wirklich eintreten ſollte, ſo haſt du nur etwas ver⸗ loren, was du nicht gebraucht haſt, und dabei die ganzen Jahre über das beruhigende Bewußtſein gehabt, einer traurigen und elenden Zukunft deines Sohnes vorge⸗ beugt zu haben. Und außerdem, wer bürgt uns dafür, daß der Tod nicht früher, als erſt in zehn oder zwölf Jahren ſeinen ſchrecklichen Einzug in unſer Haus hält. Wenn er nun ſchon im nächſten Jahre zu dir träte, und dein Leben forderte. Was würden dann unſerem Eduard die einmal erſparten und in der Sparkaſſe angelegten ſechzig Thaler helfen? Bei der Lebensver⸗ ſicherungs⸗Geſellſchaft dagegen angelegt, würden ſie ihm zweitauſend Thaler geſichert haben. Und gerade hierin, dünkt mich, liegt der wahre Segen der Lebens⸗ verſicherung. Ob Gott dich erſt in zwanzig Jahren oder ſchon morgen abruft, immer bleibt dir die Gewiß⸗ heit, daß für die Zukunft deines Sohnes geſorgt iſt. Und ferner, geſetzt den Fall, du ſammelſt zwanzig volle Jahre in die Sparkaſſe, haſt du dann mehr erſpart, als dir die Lebensverſicherungs⸗Geſellſchaft ſchon gleich nach dem Abſchluſſe der Verſecherung garantirt? Rechne es ſelber aus, lieber Mann! Alſo hier abſolute Sicher⸗ heit, dort nur eine keineswegs irgend verbürgte Mög⸗ lichkeit. Willſt du auf die Moͤglichkeit größeres Vertrauen ſetzen, als auf eine Gewißheit, die du in Händen haſt?«

Regiſtrator Heimberger fühlte ſich ein wenig in die

Enge getrieben, denn er konnte den Anſichten ſeiner

Frau keinen weſentlichen Einwand entgegenſetzen, und doch ſträubte ſich Etwas in ihm dagegen, alljährlich eine bedeutende Geldſumme wegzugeben, von der er ſelber keinen poſitiven Nutzen ziehen konnte. Während

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