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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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liche Leben zu verlängern? Thorheit! Solche Mittel werden im Leben nicht vor einem Sturze mit dem Pferde oder ſonſt einem gewaltſamen Tode, oder auch nur vor der Anſteckung durch irgend eine Seuche ſchützen!

Lies nur, lieber Mann, verſetzte die Frau ruhig. Es handelt ſich hier um etwas ganz Anderes, als du denkſt.«

Der Regiſtrator las mit immer geſteigerter Auf⸗ merkſamkeit die ziemlich lange Anzeige durch, und legte dn mit ernſterer Miene das Blatt wieder auf den

iſch.

Das iſt allerdings etwas durchaus Anderes, als ich gedacht habe, ſagte er ſinnend.Es handelt ſich darum, daß ich jährlich eine beſtimmte Summe Geldes an eine Geſellſchaft auszahle, welche dafür die Ver⸗

pflichtung übernimmt, nach meinem früher oder ſpäter

erfolgten Tode meinen Hinterbliebenen ein, nach meinen Einzahlungen feſtbeſtimmtes Kapital auszuhändigen. So iſt es, lieber Mann, erwiederte die Frau, und nickte mit dem Kopfe.Nehmen wir einmal einen ganz beſtimmten Fall an, den, der uns am nächſten liegt. Geſetzt, du zahlteſt jährlich etwa eine Summe von ſechzig Thalern an eine Lebensverſicherungs⸗Geſell⸗ ſchaft, ſo würdeſt du damit erwirken, daß an deine Hinterbliebenen von der Geſellſchaft zweitauſend oder noch mehr Thaler entrichtet werden müßten, gleichviel, ob du im erſten Jahre der Verſicherung oder nach zehn oder zwanzig Jahren erſt von der Erde abgerufen würdeſt. Müßte dies nicht eine große Beruhigung für dich ſein? Wäre dir damit nicht eine der ſchwerſten und drückendſten Sorgen, die Sorge um die Zukunft