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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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aber du kannſt, wie geſagt, den traurigen Folgen eines ſolchen Unglücks vorbeugen, wenn du nur den guten ernſten Willen dazu haſt. Ach, glaube mir, guter, lieber Mann, nicht für mich ſpreche ich ſo zu dir! Eine Frau hat wenig Bedurfniſſe, und kann ſich im ſchlimmſten Falle ſchon allein in der Welt forthelfen durch ihrer Hände Arbeit und äußerſte Sparſamkeit. Aber denke an unſeren Sohn! Welche Zukunft hätte er zu erwarten, wenn ſein Vater ihm entriſſen würde, ehe er ſich ſelbſtſtändig eine Stellung im Leben errungen hätte? Von was ſollte ich arme, ſchwache Frau ihn erhalten, wie ihn fordern, wie ihn kleiden, von was ihn die Schule und Univerſität beſuchen laſſen, ich, die ich eben kaum im Stande ſein würde, durch den emſigſten Fleiß den äußerſten Mangel fern zu halten!«

Der Herr Regiſtrator ſchien ſich von den eindring⸗ lichen Worten ſeiner Frau denn doch einigermaßen ge⸗ troffen zu fühlen. Das Lächeln verſchwand aus ſeiner Miene, er rieb ſich die Stirne, und ſuchte vergebens nach Worten, um die Befürchtungen ſeiner Frau zu widerlegen oder zu zerſtreuen.

Aber, mein Gott, ſagte er endlich,was ſoll, was kann, was muß ich thun?«

Die Frau nahm ein Blatt des Anzeigers, welches nooch neben dem Kaffeegeſchirre auf dem Frühſtückstiſche

lag, und reichte es ſchweigend ihrem Manne hin, in⸗

dem ſie mit dem Finger auf eine gewiſſe Stelle deutete.

Der Regiſtrator las und lachte. Lebensverſicherung! rief er aus.Was ſoll das

heißen? Handelt es ſich hier etwa um Eines jener

nielen lächerlichen, ſogenannten Geheimmittel, das menſch⸗