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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Gott, was ſollte dann aus mir und unſerem Eduard werden!

Ei, Thorheit, liebe Anna, verſetzte der Regiſtrator mit unwilligem 1Wer wird ſich denn unnöthiger Weiſe mit ſolchen albernen Vorſtellungen

plagen? Sieh' mich an, ſehe ich etwa wie ein

2 Todes⸗Kandidat aus, der ſchon mit Einem Fuße im

Grabe ſteht? Unſinn!

Denke an den Kaufmann Schulze, lieber Mann!

»Ach was, ich reite keine unbändigen Pferde, ſon⸗

dern gehe hübſch beſcheiden zu Fuße in meine Kanzlei,

da kann mir nichts paſſiren. Und am Ende, Alles in

Allem, wozu nützt es, ſich mit Grillen die gute Laune

zu trüben? Was der liebe Gott ſchickt, müſſen wir 66 kben hinnehmen, und können darin nichts ändern.

Verzeihung, lieber Mann, wenn ich dir darin widerſpreche, ſagte die Frau Regiſtrator jetzt mit Wärme, indem ſie ihre Hand auf den Arm ihres Gat⸗ ten legte.»Wir können allerdings Gottes Fügungen und Rathſchlüſſe weder ändern noch abwenden, wohl aber ſteht es in unſerer Macht, Vorkehrungen zu treffen und Maßregeln zu nehmen, welche die ſchlimmen Fol⸗ gen des ſchwerſten Unglücksfalles, zum großen Theil wenigſtens, abwenden.

Der Regiſtrator blickte betroffen und verwundert in das von Eifer und Aufregung ein wenig höher ge⸗ röthete Geſicht ſeiner Frau.

Was für Vorkehrungen und Maßregeln wären das?« fragte er.Wenn Gott will, daß ich ſterben ſoll, kannſt du doch nicht den Tod von meinem Lager verſcheuchen! Nein, das kann ich nicht, erwiederte Frau Anna,