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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Schreiber, ehe ich nach und nach langſam, ganz, ganz allmählich in eine etwas beſſere Stellung gerieth! Die⸗ ſen Schneckenweg ſoll unſer Eduard nicht auch kriechen! Mit den Studierten geht es ein hübſches Theil ge⸗ ſchwinder vorwärts, und darum ſoll er mir ſtudieren, und müßt' ich mir das Geld dazu am Munde ab⸗ ſparen!.. O, du biſt gut, herzensgut, lieber Mann, ſagte Frau Anna bewegt,ich zweifle auch nicht an dir und deiner väterlichen Fürſorge, wenn nur der liebe Gott dir Geſundheit und Leben erhält!« Der Regiſtrator lachte laut und herzlich. Warum ſollte er das nicht? erwiederte er.»Hat mir bis heute nichts an der Geſundheit gefehlt, wird es ja auch ferner nicht fehlen.

In dieſem Augenblicke klangen die Töne von Kir⸗ chenglocken feierlich in das Gemach, und gleich darauf miſchte ſich mit ihnen die düſtere Weiſe eines Trauer⸗ marſches, welche von der Straße herauf ertönte. Ueber⸗

4 raſcht, faſt erſchrocken, vernahmen Mann und Frau auf dem Sopha die herzerſchütternden Klänge, und eilten dann Beide zugleich an das Fenſter. Ein Leichenzu 4 gieng langſam unten vorüber. Voran ſchritt der Tra

B marſchall in ſchwarzem Gewande, dann folgte der Lei⸗

chenwagen mit dem Sarge, der von einem ſchwarzen, goldgeſtickten Tuche ganz überdeckt war, und hinterher wankte ein langer Zug von Leidtragenden in dunklen auerkleidern, mit bleichen Geſtchtern und zu Boden eſenkten Augen. Nach kurzem Schauen wendete die Frau Regiſtrator ſeufzend ihre Augen von dem betru⸗ benden Anblicke ab, und kehrte zu dem Sopha zurück, wo ſie ſich, noch ſchwermüthiger als vorher, in die