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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Cigarren, Roſinen und Mandeln ſo ausnehmend nach⸗ denklich gemacht.«

»Nicht doch,« erwiederte die noch junge Frau haſtig, und warf die Blätter des Anzeigers vor ſich hin auf den Tiſch.Ich dachte an unſeren Eduard. Wo bleibt er nur, der Langſchläfer? Ich muß wirklich einmal nach ihm ausſchauen.«

Sie machte Miene aufzuſtehen, aber ihr Mann hielt ſie mit ſanfter Gewalt zuruͤck.

Laß nur, te er,ich höre Eduard ſchon die Treppe hert kommen. Hoffentlich iſt er es nicht, der dich mt hat?« 3

»O, behüte! verſetzte ſie lebhaft.Er iſt ja ein ſo fleißiger, guter, braver Junge, daß man nur herz⸗ liche Freude an ihm haben kann. Nun freilich, wenn ich an die Zukunft denke, da wollen ſich manchmal finſtere Schatten der Sorge über meine Seele breiten!

»Ei, Kind, wer wird ſich ſo ſchwere Gedanken machen über Etwas, das noch gar nicht iſt und noch lange im Schooße der Zeiten ruhet,« ſagte der Regi⸗ ſtrator.Kommt Zeit, kommt Rath! Ich werde nicht ewig Regiſtrator bleiben, habe ſogar ſchon ein Vögel⸗ chen pfeifen hören von baldigem Kanzleirath, und wenn dieſes Vögelchen die Wahrheit gepfiffen hat, ſo beſſert

ſich nicht nur unſere geſellſchaftliche Stellung, ſondern auch der Gehalt, und wir können ohne Sorge künftigen

Tagen entgegen ſehen, wohl gar auch ſparen, und all⸗ mäahlig ein kleines Kapital für unſeren Eduard zurück⸗ legen. Ich habe mir vorgenommen, der Junge ſoll

ſtudieren, um es einmal ein gutes Stück weiter zu bringen, als ſein Vater. Wie habe ich mich Jahre lang abmühen und abquälen müſſen als armſeliger