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Ein Königssohn : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Von dort oben!

Seit längerer Zeit ſchon?

Seitdem Sie niedergekniet ſind! Haben Sie ſie nicht gehoͤrt? Hören Sie! Hören Sie doch!«

Und der Knabe hob mit einer energiſchen Bewegung ſeine kraftloſe Hand in die Höhe, indem er weit ſeine Augen öffnete, in denen Entzückung glänzte. Gomin, der dieſe ſüße und letzte Täuſchung des Kindes nicht zerſtören wollte, ſtellte ſich, mit dem frommen Wunſche, das zu hören, was nicht gehört werden konnte, als lauſche auch er dieſer Muſik.

Nach einigen Augenblicken gerieth der Knabe von Neuem in eine heftige Gemüthsbewegung, ſeine Aacgen ſtrahlten, und mit einem unausſprechlichen Entzüken rief er aus:Mitten unter allen dieſen Stimmen habe ich die meiner Mutter erkannt!

Dieſer den Lippen der Waiſe entflohene heilige Name ſchien jeden Schmerz von ihm zu nehmen. Seine ſchmerz⸗ haft zuſammengezogenen Augenbrauen glätteten ſich, und in ſeinem Blicke funkelten die heiteren, glänzenden Strah⸗ len, welche die Gewißheit der Befreiung oder des Sie⸗ ges entzündet.

Einige Augenblicke ſpäter war der Glanz dieſes Blickes wieder erloſchen, ſeine Arme kreuzten ſich über der Bruſt, und auf ſeinen Zügen prägte ſich eine trübe Entmuthigung aus. Gomin betrachtete ihn ganz in der Nähe, und folgte allen ſeinen Richtungen mit beſorgtem Auge. Sein Athem war nicht ſchwerer, allein ſein Auge irrte langſam und zerſtreut umher, wobei es ſich zuweilen auf das Fenſter heftete. Gomin fragte ihn, was ihn dort beſchäftige? Aber er ſchien die Frage,

Ein Königsſohn..