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„Oh, ich habe davon genug geſehen,“ murmelte er; —„aber,“ fügte er mit milder Stimme hinzu, indem er ſeine Augen auf den ehrlichen, wackeren Gomin hef⸗ tete, und die Hand ſanft auf deſſen Arm legte,—„ich ſehe auch brave Leute, und ſie verhindern mich, mit denen zu grollen, welche es nicht ſind.«
Gomin ſagte hierauf zu ihm:„Der böſe Careaux, den Sie öfters hier als Commiſſair geſehen haben, iſt verhaftet worden und befindet ſich im Gefängniß.“
Gomin ſah, wie der Prinz ſtutzte.
„Careaur?« erwiederte er.„Er hat mich nicht gut behandelt! Doch thut es mir leid! Iſt er hier?«
„Nein, anderswo, in La Force, im Quartier Saint Antoine.“
Ein gewöhnliches Herz würde ſich für gerächt ge⸗ halten haben, aber dieſes Kind hatte die Großmuth, ſei⸗ nen Verfolger zu beklagen. Er machte eine lange Pauſe, und wiederholte dann mit Bedacht:
»Das thut mir ſehr leid; denn ſehen Sie, er iſt unglücklicher als wir; er verdient ſein Unglück!“
Man wundett ſich vielleicht über dieſe ſo einfachen, und dabei doch ſo gefühlvollen und weichen Worte in dem Munde eines kaum zehn Jahre alten Kindes; in⸗ deſſen wurden ſie in der That ganz ſo von dem Prin⸗ zen ausgeſprochen, und es waren nicht blos die Worte, welche Gomin am meiſten auffielen, es war noch mehr der einfache, wahre und durchdringende Ton, mit dem ſie geſprochen wurden. Ohne Zweifel hatte das Un⸗ glück den Geiſt des Kindes zu früher Reife gebracht, und es redete vielleicht unter dem Eindrucke einer Ein⸗ gebung von Oben, welche Gott nicht ſelten den Leiden⸗ den und Sterbenden gewährt.—
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