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bekleidet, mit gekrümmtem Rücken, abgezehrtem, gelblich bleichem Geſicht und erloſchenen Augen. Das einſt ſo reizende Kind zeigte kaum noch Spuren von ſeiner frü⸗ heren Schönheit; er war krank; ſein kleiner Körper war mit Geſchwüren bedeckt, ſein Geiſt äußerte keine Spannkraft mehr. Die Worte:„Ich will ſterben!“ waren die einzigen, welche Herr Laurent ihm bei die⸗ ſem erſten Beſuche zu entlocken vermochte.
Herr Laurent ſorgte ohne Zögern dafür, dieſen traurigen Zuſtand zu verbeſſern. Man beſeitigte die Gitterthüre, man machte den Schalter vor dem Fenſter niedriger, damit friſche Luft und Licht in das Zimmer dringen konnte, und reinigte das Zimmer gründlich. Laurent ließ ein anderes Bett bringen, und legte den Knaben hinein, nachdem er ihn hatte baden, reinigen und mit friſcher Wäſche verſehen laſſen. Auch einen Wundarzt ließ er kommen, und ein Schneider wurde beauftragt, dem Knaben einen vollſtändigen neuen An⸗ zug zu machen.
Das unglückliche Kind konnte ſich anfangs dieſe Zeichen von Theilnahme nicht erklären. Es hatte zu Vieles und Schweres von ſchlechten Menſchen leiden müſſen, und ſo öffnete ſich nur allmählig wieder die Quelle ſeiner Gefühle.
„»Warum tragen Sie Sorge um mich?“ fragte er
eines Tages Herrn Laurent,— und als dieſer ihm wohlwollend antwortete, fügte er hinzu:„Ich glaubte, Niemand liebe mich mehr!«— und ſein Herz zer⸗
ſchmolz und aus ſeinen Augen perlte eine Thräne, die er ſeinem Aufſeher zu verbergen ſuchte.
Simon hatte den Gebrauch eingeführt, den Prinzen nur„Capet“ zu nennen; Herr Laurent ſchaffte ſogleich
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