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nur mit Mühe die irdenen Teller, auf denen ihm ſeine Speiſen gebracht wurden, und den Waſſerkrug, den man ihm auf das Brett des Schiebers ſetzte, herunternehmen.
Längſt ſchon hatte er aufgehört, ſein Zimmer auszu⸗ kehren; ex verſuchte nicht mehr, den Strohſack in ſeinem Bette aufzuſchütteln oder ſeine Matratze zu wenden, denn
die Kraft dazu fehlte ihm. Er konnte ſeine ſchmutzig gewordenen Leintuͤcher ſo wenig erneuern, wie ſeine Decke, die in Lumpen zerfiel; er konnte ſeine Wäſche nicht wechſeln, ſeine zerriſſenen Kleider nicht ausbeſſern, ſelbſt nicht ſich waſchen und reinigen. Unbeweglich pflegte er auf ſeinem Lager zu ruhen und mit trüben Blicken vor ſich hin in's Leere zu ſtarren.
Wie oft mochte er Gott gefragt haben:„Wann, oh wann kommt das Ende meiner Leiden?«— Und lange, lange vernahm Gott nicht dieſe ſchwache Stimme, ſondern zögerte, dem Unglücklichen den Befreier„Tode zu ſenden. Aber endlich hörte er das unglückliche Kind, und ein Schimmer von Erbarmen verklärte die letzten
Tage des armen, unſchuldigen Opfers menſchlicher Grau⸗
ſamkeit.
Nach der Hinrichtung Robespierre's und der Ge⸗ noſſen ſeiner Schreckensregierung fing ein milderer Stern über dem Haupte des kleinen Prinzen zu leuchten an. Man gab ihm einen freundlichen Aufſeher in der Perſon eines Mannes, Namens Laurent, welcher den Muth beſaß, dem armen Kinde Theilnahme und Mitleiden zu zeigen. Er ließ ſich die Thüre ſeines Kerkers auf⸗ ſchließen, und von Entſetzen und Mitgefühl tief erſchüt⸗ tert, beſchloß er auf der Stelle, das traurige Loos des
kleinen Gefangenen zu erleichtern. Er fand ihn auf
einem ſchmutzigen, zerriſſenen Bette, nur mit Lumpen
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