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Ein Königssohn : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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unter dem Namen Madame Rochet; Madame Eliſabeth ſtellte das Geſellſchaftsfräulein unter dem Namen Roſalie vor; der König ſpielte den Kammerdiener unter dem Namen Durand; drei verkleidete Offiziere von der Gardes du Corps, die Herren von Maldent, von Mouſtier und von Valory galten für Bediente und Courier. Alle waren angemeſſen gekleidet.

Der Graf von Ferſen vorn auf dem Kutſcherbocke klatſchte alle Augenblicke mit der Peitſche, und er⸗ munterte ſeinen Kutſcher.Friſch, Balthaſar! rief er ihm zu.Deine Pferde ſind noch nicht recht im Zuge; laß ſie laufen, ſchneller, ſchneller! Die Pferde werden Zeit genug zur Erholung haben, wenn wir nur erſt beim Regimente ſind!«.

Die Roſſe ſchienen zu fliegen, aber ihre raſende Eile ſchien der ahnungsvollen Ungeduld des Grafen Ferſen, welcher die unermeßliche Gefahr, in der die

königliche Familie ſchwebte, genügend erkannte, noch

immer viel zu langſam. In einer halben Stunde

erreichte man Bondy. Durch die Sorgfalt des Herrn von Valory fand man hier ſechs friſche Poſtpferde,

und er ſelbſt war bereits wieder nach Cläye voraus

geeilt, um dort die gleiche Vorſorge zu treffen. In Bondy verabſchiedete ſich der Graf Ferſen vom Könige, um nach Paris zurückzukehren und noch am nämlichen Tage nach Brüſſel abzureiſen. 1

In Claye angekommen, trafen die Reiſenden die Damen Neuville und Brunier, welche Beide einige Stunden früher in einer Poſtchaiſe abgereiſt waren. Man wollte ſogleich weiter; aber der ganz neue Reiſewagen des Königs bedurfte in Claye bereits einer Ausbeſſerung, und wiederum gingen koſtbare