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„Was glaubſt du von dem Allem, Karl?« fragte ſie ihn.
„Ich glaube,« erwiederte er ſchlaftrunken und mit halb geſchloſſenen Augen,—„man will Komödie ſpielen, weil wir verkleidet werden.“
Im Augenblick der Abreiſe wurden die beiden Kinder in das im Erdgeſchoß liegende Zimmer geführt. Hier geſellte ſich um halb zwölf Uhr die Königin zu ihnen. Sie nahm ihre Kinder an der Hand und ging voraus; Frau von Neuville, Madame Brunier und Frau von Tourzel, die Gouvernante des Dauphin, folgten ihr. Man ſtieg eine Treppe hinab und eilte durch einen Corridor, um in's Freie zu gelangen. Man war übereingekommen, nur gruppenweiſe aus dem Palaſte zu gehen, um nicht die Aufmerkſamkeit der Schildwachen zu erregen. Die Königin führte zuerſt ihre Kinder und Frau von Tourzel an den Wagen, welcher im Prinzenhofe ſtand, ließ ſie ein⸗ ſteigen, und kehrte in das Schloß zurück. Der Kutſcher dieſes Wagens war der ſchwediſche Graf Axel von Ferſen, welcher nächſt Herrn von Bouillé das meiſte Vertrauen bei Hofe genaß. Die Kutſche fuhr aus dem Prinzenhofe hinaus, machte, um die Ueberwachung irre zu leiten, mehrere Umwege in dem Stadtviertel, und hielt endlich am ſogenannten kleinen Carouſſel an, um dort die übrigen Flüchtlinge zu erwarten. Während ſie dort hielt, fuhr Lafayette, welcher noch vor einer Stunde beim Könige geweſen war, in ſeiner von Fackelträgern umgebenen Caroſſe dicht dabei vorüber. Aber er ſah nichts oder erkannte doch nichts; übrigens hielt ſich der Dauphin im Fond des Wagens hinter den Kleidern ſeiner Gouvernante verſteckt.


