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ſehr leiden würde, wenn man Mouflet gefangen hielt, als wenn man ihn ſelber einſperrte. Auch täuſchte ſich die Königin in dieſer Vermuthung keineswegs.
In ein dunkles Kabinet eingeſchloſſen und ſeiner Freiheit wie des Anblicks ſeines jungen Herrn beraubt,
fing der arme Mouflet
an kläglich zu heulen, an die
Thür zu kratzen und aus allen Kräften zu bellen. Seine Klagen fanden einen Wiederhall in dem weichen Herzen des wahrhaft ſchuldigen Prinzen, und erfüllte es mit
dem innigſten Mitleid.
Mutter, und küßte unter Thränen ihre Hand
Weinend eilte er zu ſeiner
.
»Aber, Mama,“ ſagte er,»Mouflet iſt es ja nicht, der Böſes gethan hat, wie darf man nun das arme Hündchen beſtrafen. Oh, ich bitte, laſſen Sie ihn in Freiheit ſetzen und mich ſeine Stelle einnehmen!“
So erfreut die Königin über das Gerechtigkeitsge⸗ fühl des Prinzen war, und ſo gern ſie ihm die Strafe
erlaſſen hätte, gab ſie de
nnoch, um des Beiſpiels willen,
der weicheren Regung ihres Herzens nicht nach, ſondern erwiederte ernſthaft:„Wohlan, da du fühlſt, daß du die Strafe verdienſt, ſo will ich dich nicht abhalten, ſie zu überſtehen. Befreie alſo den armen Mouflet und laſſ' dich an ſeiner Stelle eine Stunde lang ein⸗
ſchließen.«
Sehr zufrieden mit
dieſer Entſcheidung trat der
Prinz augenblicklich ſeine Strafe an, und dehnte ſie ſogar noch über die vorgeſchriebene Zeit aus. Aber dies war noch nicht Alles. In der Einſamkeit ſeines,
Vaallerdings ſehr erträglichen Kerkers fing er an über
ein Betragen nachzudenken, und er ſagte ſich, wenn g g
auch ſein Fehler gebüßt noch nicht gut gemacht;
wäre, ſo ſei er damit doch
und der erſte Gebrauch, den
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