Druckschrift 
Ein Königssohn : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Unterrichtsſtunden in Religion, Leſen, Geſchichte und Geographie nahmen ihren Anfang. Der junge Prinz war indeß heute ganz beſonders aufmerkſam, denn die zärtlichen Ermahnungen ſeines Vaters hatten einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht und ſeinen Eifer auf's Aeußerſte angeſpornt..

Sie ſind heute ſehr artig und fleißig geweſen, mein Prinz, ſagte Herr Davaur als die Lehrſtunden beendigt wurden,»und es freuet mich, daß ich Ihnen dafür eine angenehme Nachricht mittheilen kann.

Welche Nachricht?« fragte der Prinz lebhaft.

Die, daß ſich in Paris unter dem Namen ‚Regi⸗ ment des Dauphin, eine Compagnie kleiner Soldaten gebildet hat, welche Sie zu ihrem Oberſten zu haben wunſcht. Ich glaube, daß Sie mit Vergnügen dieſen Ehrenpoſten annehmen werden.

Ja, gewiß, wenn Papa es erlaubt! erwiederte der Prinz mit funkelnden Augen und vor Freude er⸗ röthend.

Dein Papa, antwortete der König ſelbſt,hat nicht nur bereits ſeine Zuſtimmung gegeben, ſondern er erlaubt dir auch, die jungen Herren zu empfangen, welche dem neuen Oberſten ihre Aufwartung zu ma⸗ chen gekommen ſind.

Schon gekommen? Wo finde ich ſie?« fragte der Prinz ſchnell.

In deinem Garten, erwiederte der König.Herr Davaux wird die Güte haben, dich zu ihnen zu be⸗ gleiten...

Ganz bewegt von der Freude, die aus ſeinen ſchönen und glänzenden Augen ſtrahlte, eilte der Prinz mit Herrn Davaur in den Garten, begrüßte die kleinen