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Ein Königssohn : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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zu können. Aber ich will Sie zu entſchädigen ſuchen, ſo gut ich kann.

1 Und ſchnell eine Hand voll Blumen pflückend, reichte er ſie jedem Einzelnen der Garden mit ſo gewinnender Freundlichkeit dar, daß die bärtigen Soldaten kaum ihre Rührung verbergen konnten.

Der Knabe, nachdem er ſich auf dieſe Weiſe mit ſeiner Begleitung beſchäftigt hatte, nahm ſodann einige zierliche, für ſeine ſchwache Kraft eingerichteten Garten⸗ Geräthſchaften aus einer Ecke, und fing an zu arbeiten,

indem er das zwiſchen den Blumen aufgeſchoſſene Un⸗ kraut entfernte und ein kleines Beet mit dem Spaten umgrub, um es mit jungen Pflänzchen zu verſetzen, die er in einem zierlichen Korbe mitgebracht hatte. Er war

ſoo eifrig bei dieſer Beſchäftigüng, daß ihm die hellen

* Schweißtropfen auf der Stirn perlten, und daß er nicht

eeinmal ſeinen Lehrer, den Abbé Davaur bemerkte, wel⸗

cher ſchon ſeit einem Weilchen in den Garten getreten war und mit liebevoller Theilnahme der ſpielenden

Arbeit des Knaben zuſchaute.