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eine Antwort Valentin's abzuwarten. Nach wenigen Augenblicken ſchon kehrte er mit einem Röllchen Gold und einem Papierſtreifen zurück. ‚Unterſchreibe dieſen Wechſel,“ ſagte er, ‚zund das Röllchen mit vierzig Louis⸗ d'or iſt dein.“
„Valentin, verblendet von der thörichten Hoffnung, ſeine Verluſte durch doppelt verwegenes Spiel wieder erſetzen zu können, griff gierig nach der kleinen Rolle und unterſchrieb mit gieriger Hand den Wechſel, wel⸗
chen Theodor ihm vorlegte. Dann eilte er wieder an
den Spieltiſch, beſetzte immer mehrere Karten mit Gold⸗ ſtücken, gewann, verlor abwechſelnd, trank dazwiſchen ſtarken Wein, welchen Theodor aus einer immer bereit gehaltenen Flaſche ihm fleißig einſchenkte, und— ſah nach einer halben Stunde ſchon wiederum das letzte Goldſtück in dem Höllenſchlunde verſchwinden, der be⸗ reits ſeinen ganzen kleinen Reichthum unerbittlich ver⸗
ſchlungen hatte.
„Es iſt aus!’ murmelte er dumpf vor ſich hin.
„Noch nicht, ziſchelte Theodor ihm zu,„du haſt ja noch viel Geld zu Hauſe in deinem Schranke liegen. Nimm davon und ſpiele weiter. Dein Glück muß end⸗ lich zurückkehren, und dann kannſt du nicht nur morgen deine Wechſelſchuld bezahlen, ſondern gewinnſt auch Alles und noch mehr wieder, als du verloren haſt.“
„»Valentin zuckte zuſammen und ſeine Lippen wurden kreideweiß.
„„Stehlen?“ murmelte er mit halb erſtickter Stimme.
„„Warum nicht gar, ſtehlen!“ ſagte Theodor ſpöt⸗ tiſch lächelnd. ‚Du machſt nur eine Anleihe, von der kein Menſch etwas erfährt, da du ſicher gewinnen wirſt, wenn du jetzt weiter ſpielſt.“.


