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Jung gewohnt, alt gethan : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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zige Karte beſetzen zu können, ſagte Valentin in ver⸗ zweifeltem Tone. 3

So ſpiele auf Borg! entgegnete Theodor, ‚da du ſo viel baares Geld verloren haſt, ſo wird dir der Bankhalter auf ein paar hundert Thaler Kredit geben.

Valentin's Auge flammte auf.

Das iſt wahr, daran dachte ich nicht! rief er aus. ‚Aber warum zum Bankhalter meine Zuflucht nehmen? Borge du mir, Theodor! Ich habe dir Hun⸗ derte geſchenkt, borge mir nur die Hälfte davon, und du wirſt Alles mit Zinſen wieder bekommen.

Theodor zuckte die Achſeln.

Das thut mir ſehr leid, ſehr, erwiederte er, ‚aber zu meinem größten Bedauern kann ich dir nicht helfen. Leider Gottes habe ich heute auch einmal mein Glück am Spieltiſche probirt, und es iſt mir ungünſtig ge⸗ weſen wie dir, ich habe Alles verloren, was ich beſaß.

Das war eine Lüge, aber Valentin hatte, ganz in die Wechſelfälle des eigenen Spieles vertieft, auf ſeinen Freund nicht geachtet, und mußte ihm daher Glauben ſchenken.

Es iſt ein böſer Tag heute, murmelte er.Ge⸗ ben wir's auf.

Nicht doch, nicht doch, redete Theodor zu.Borge vom Bankhalter, das Andere findet ſich.Die Bank hat lange genug gewonnen, das Glück muß ihr endlich einmal umſchlagen.

Ich kenne den Menſchen nicht genau genug, er wird mich mit meiner Bitte zurückweiſen, ſagte Valen⸗ tin zögernd.

So will ich es vermitteln! Es koſtet mich nur ein Wort! rief Theodor haſtig und eilte hinweg, ohne

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