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und Valentin ließ ſich um ſo leichter zu ſeinem eigenen Verderben überreden, als er von ſeinem erſten Gewinne
noch ein anſehnliches Sümmchen Geld übrig behalten
hatte. Zum zweiten Mal betrat er die Spielhöhle und verließ ſie abermals mit Taſchen voll gewonnenen Gel⸗ des, das er freigebig mit Theodor theilte. Der dritte, vierte, fünfte Beſuch geſchahen in immer kürzeren Zwi⸗ ſchenräumen, und nicht lange, ſo waren Valentin und
Theodor die täglichen Gäſte am Spieltiſche. Theodor
ſtand ſich zu gut dabei, um nicht ſeinen guten Freund immer im Eifer zu erhalten, denn Valentin gab ihm ohne Weigern, was er von ihm verlangte, ſo lange er ſich beim Spieltiſche im Glücke befand.
„Dieſes Glück war in der That von ungewöhnlicher Dauer, und Valentin ſchien es für immer an ſich ge⸗ feſſelt zu haben. Selten verlor er, und dann immer
nur unbedeutende Summen, während er gewöhnlih
einen größeren Gewinn mit nach Hauſe nahm.
„Da erhielt er eines Tages von ſeinem Principale den Auftrag, in einer benachbarten Stadt bedeutende Geldſummen einzukaſſieren, welche ſein Handelshaus von dortigen Geſchäftsfreunden zu fordern hatte. Er nahm einen Wagen, fuhr hinüber und brachte die Geldange⸗ legenheiten in Ordnung, und kehrte mit einer Summe von mehreren tauſend Thalern zuruück. Gerade, als er in der Dämmerung durch den Thorweg der Stadt in die Straßen einfuhr, begegnete ihm Theodor und be⸗ grüßte ihn mit ſeiner gewöhnlichen Freundlichkeit.
„„Ich habe dich den ganzen Tag geſucht,“ rief er ihm zu. ‚Wo haſt du geſteckt? Steige geſchwind aus, ich habe dir etwas Wichtiges mitzutheilen?“ 5
„Nachher, nachher, erwiederte Valentin, ‚ich muß


