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ſchlafen legen, oder trinken wir lieber noch ein Glas Wein?⸗
„Nein, noch nicht zu Bett, das Spiel hat mich zu ſehr aufgeregt, ich könnte doch noch nicht ſchlafen,“ entgegnete Valentin, und ſuchte mit Theodor eine Weinſtube auf, wo er die Aufregung des Spieles mit der Aufregung des Weines vertauſchte. Ein La⸗ ſter zog auf dieſe Weiſe das andere nach ſich. Dem
Spiele folgte der Trunk. Valentin ſank ſchnell von
Stufe zu Stufe. „Erſt nach Mitternacht begab er ſich taumelnd
nach Hauſe, warf ſich, nur halb ausgekleidet, auf ſein
Bett, und verſank in einen dumpfen, bleiernen Schlaf mit wüſten Träumen, aus dem ihn erſt die helle Morgenſonne, freundlich auf ſein Lager ſcheinend, wie⸗ der aufweckte. Er ſprang auf, legte die Hand auf ſeine klopfende Stirn, und mußte ſich erſt beſinnen, bevor er ſich erinnerte, was geſtern mit ihm vorge⸗ gangen war. Ein Ausruf der Reue glitt zunächſt uͤber ſeine Lippen, dann aber betrachtete er doch mit funkelnden Blicken den Haufen blanker Silberſtücke, der vor ihm auf dem Tiſche in den Strahlen der Sonne blitzte
„„Das war ein glüucklicher Schlag!“ murmelte er. „Meiner Sorgen wäre ich ledig! Aber gleichviel, ich werde dennoch die Spielhöhle nicht wieder betreten!
»Man pflegt zu ſagen, der Weg zur Hölle iſt mit guten Vorſätzen gepflaſtert, mit ſolchen nämlich, die in dieſem Augenblicke gefaßt, und im nächſten wieder ver⸗ geſſen ſind. Zu den guten Vorſätzen dieſer Art ge⸗ hörte auch derjenige Valentin's, nie wieder die Spiel⸗ höhle zu betreten. Zwar meinte er's ganz ernſthaft


