ſöhnt, und nicht ohne Beſorgniß und Unruhe gedach
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an mütterlicher Liebe und Sorgfalt fehlen, wenn er denn einmal zwiſchen uns treten ſoll.“
„Nicht zwiſcen uns, ſondern neben uns, Ma⸗ rianne,“ erwiederke lächelnd der Bruder.„So iſt es alſo abgemacht. Richte ein Zimmer für den Knaben ein. Es wird nicht lange dauern, ſo kommt er.“
„Und Gott ſegne ſeinen Eingang und wolle Alles
zum Beſten lenken,“ flüſterte die Schweſter.„Wenn
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nur du nicht geſtört und beläſtigt wirſt, ich will mich
ja gern in Alles ſchicken und fügen.“
Herr Krempelhuber drückte ihr mit freundlichem
Blicke die Hand.
„Es wird ſich ſchon Alles machen,“ ſagte er ſanft. „Wenn Matthias nur eine Ader von ſeinem Großvater hat, ſo werden wir uns bald an ihn, er wird ſich bald an uns gewöhnen. Wo nicht, ſo müſſen ſich eben Mittel und Wege finden, dem jungen Menſchen in der Welt fortzuhelfen. Auf ein Stück Geld, gute Marianne, braucht es uns ja, Gott ſei Dank, nicht anzukommen.“
Mit dieſen Worten endigte das Geſpräch. Der Abend war vollends hereingebrochen, die Sterne funkel⸗ ten am Himmel, und die Nachtluft ſtrich kühl durch den Garten. Die Geſchwiſter verließen die Laube und begaben ſich in das Haus. Valentin ſchrieb noch am nämlichen Abende einen Brief an Matthias' Vormund; die Schweſter aber ſaß ſtill im Sorgenſtuhl, und dachte über die Veränderungen nach, welche die Ankunft eines fremden Menſchen in dem ſtillen, geregelten Haushalte nothgedrungen herbeiführen mußte. Noch war ſie nicht vollkommen mit der Entſcheidung des Bruders ausge⸗


