ſie der nächſten Zukunft. Alles Sinnen und Gruͤbeln
änderte indeſſen bei der Angelegenheit nichts. Sie mußte ſich in die Narhmeritkadm Geduld ergeben, und ſeufzte nur leiſe vor ſich hin:„Gott lenke Alles zum Guten!“«
Zweites Kapitel. Matthias.
Es vergingen vierzehn Tage, und ſtündlich konnte nun der neue Hausbewohner erwartet werden. Aber ſeine Ankunft verzögerte ſich von Tag zu Tag, und Marianne gab ſich ſchon einer ſchwachen Hoffnung hin, daß Matthias wohl am Ende gar nicht kommen werde, da, eines Abends wurde ſchüchtern die Ladenthür ge⸗ öffnet, und ein junges Bürſchchen, vierzehn oder fünf⸗ zehn Jahre alt, mit blaſſem Geſicht und demuͤthig blicken⸗ den Augen, trat ein. Der arme Burſch war augen⸗ ſcheinlich ſo müde und erſchöpft, daß er ſich kaum noch auf den Füßen erhalten konnte. Sein höchſt einfacher Anzug von grauem Baumwollen⸗Stoffe war beſtäubt und ſchmutzig. Stiefel oder Schuhe trug er gar nicht, ſondern kam in bloßen Fuͤßen einher; dagegen hatte er ein leichtes Ränzchen über den Rücken geſchnallt und ſtützte ſich auf einen derben Knotenſtock, den er wahr⸗ ſcheinlich vom erſten beſten Dornbuſche abgeſchnitten hatte. Das Mützchen in der Hand ſtand er nun ſchüch⸗
* im Laden und ſchaute verlegfn umher. .
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