gewöhnlichen Ladendiener verlaſſen kann. Wer weiß, ob nicht Matthias gerade dazu paßt.“ 1 „Aber wenn er nun nicht paßt? Dann haben wir ihn bei uns und können ihn nur ſchwer wieder los werden. Oh, Bruder, überlege dir die Sache doch ja recht reiflich.“« „Sie iſt überlegt nach allen Seiten hin, Schweſter. Geſetzt, der ſchlimmſte Fall träte ein, daß Matthias nicht zu uns paßte, daß er weder für Liebe, noch Er⸗ ziehung, noch Beiſpiel empfänglich wäre, daß ich ihn im Geſchäft nicht gebrauchen könnte,— was wäre dann verloren? Man würde ihn immer noch ander⸗ weitig in irgend einer Erziehungs⸗Anſtalt unterbringen können. Aber vor Allem, gute Marianne, will mich doch bedünken, daß es meine Pflicht ſei, mich des Enkels meines alten Freundes liebreich anzunehmen, und ihm ſo noch im Grabe meine Dankbarkeit zu be⸗ weiſen. Denke nur an das, was der gute alte Daniel ganz uneigennützig an mir gethan hat. Er hat mich, da ich dem Verderben zutaumelte, auf den rechten Weg geleitet. Darf ich mich beſinnen, ein Gleiches an ſeinem Enkel zu thun? Noch dazu, da wir ja nicht einmal wiſſen, wie Herz und Gemüth bei ihm beſchaffen ſind? Er kann ja ein ganz braver, guter Junge ſein, Ma⸗ rianne!“ 1 „Wenn er's aber doch nicht wäre?“« „So iſt und bleibt er der Enkel meines väterlichen Freundes!“ ſprach Herr Krempelhuber nachdrücklich. „Wuͤrdeſt du ihn von unſererS chwelle weiſen?“ Marianne ſchlug die Augen nieder.„So geſchehe denn, was du haben willſt!“ ſagte ſie mit leiſer Stimme.
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„edenfalls ſei verſichert, es wird dem Knaben nicht
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