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des Erdgeſchoßes nimmt ein geräumiger Laden ein, in welchem allerlei Material⸗Waaren feil gehalten werden, Kaffee und Zucker, Cigarren und Taback, Gewürze und Reis, und was überhaupt in einer wohl eingerichteten
Material⸗Waaren⸗Handlung zu haben iſt. Ueber der
Thür glänzt mit großen vergoldeten Buchſtaben der Name: Valentin KrempelhuberV; hinter den La⸗ denfenſtern liegen und hängen allerlei Proben von Waaren, Tabacks⸗Packete mit bunten Etiketten, feine und grobe Schwämme, kleine Schüſſeln von Porzellan mit Reis, Grütze, Graupen und dergleichen, und noch Anderes mehr. Wie uns der Augenſchein lehrt, wird der Laden viel beſucht, denn die Ladenthür ſteht faſt keine Minute hindurch ſtill, und die Dienſtmägde drän⸗ gen ſich am Ladentiſche, um ihre Packete mit Zucker, Kaffee oder ſonſtigen Einkäufen für die Wirthſchaft in Empfang zu nehmen. Neben dem Laden, aber nach der Straße, nicht nach dem Markte zu, erblickt man noch ein paar Fenſter, die mit grünen Vorſetzern ver⸗
ſehen ſind. Hier iſt wahrſcheinlich die Comtor⸗Stube.
Weiterhin befindet ſich die Niederlage, wie die mit ſtar⸗ ken Eiſengittern verſehenen Fenſter⸗Oeffnungen andeu⸗ ten, und dann ſchließt das Haus mit einer Einfahrt ab, welche durch ein großes braun angeſtrichenes Thor⸗ weg verſchloſſen wird.
Dies iſt das untere Stockwerk.
Im oberen ſieht es anders aus. Hier befindet ſich eine Reihe von Wohn⸗ und Schlafgemächern, denn die
Fenſter ſind hier noch heller und größer als unten,
hinter ihnen erblickt man blendend weiße Gardinen, und davor auf zierlichen, grün angeſtrichenen Geſtellen eine
Menge ſorgfaltig geordneter Blumentöpfe mit den ſchön⸗


