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Jenseits des Meeres : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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eilte er durch die Straßen, der wohl bekannten, lieb voertrauten Gegend zu, wo das Haus ſeines Vaters lag. Jetzt erblickte er es, jetzt ſtand er dicht davor, und eine unbeſchreibliche Seligkeit ſchwellte ſeine Bruſt. In der Wohnſtube war ein Fenſter geöffnet, damit die kühle Abendluft einſtrömen konnte; die Lampe ſtand angezündet auf dem Tiſche; an demſelben, in den be⸗ quemen Polſterſtuhl zurückgelehnt, ſaß der Vater; ihm gegenüber die Mutter. Vor dem Vater lag ein Buch

aufgeſchlagen. Mit bewegter Stimme las er der Mut⸗ 5 ter daraus vor.

Der Abend war ſtill und ruhig, das Geräuſch des Lebens aus den Hauptſtraßen drang nicht bis hierher, Hans konnte daher jedes Wort verſtehen, was in der Stube geſprochen oder vorgeleſen wurde. Anfänglich horchte er aber nicht auf des Vaters Vorleſen, ſondern betrachtete nur ihn und die Mutter mit zärtlichen, bald von heißen Thränen verdunkelten Blicken, Thränen, die ihm unwillkührlich in die Augen ſchoſſen.

Nach einer Weile verſtummte der Vater, und ſah die Mutter fragend an.

»Wenn es dich nicht zu ſehr anſtrengt, lieber Mann, ſo moͤchte ich wohl noch die Geſchichte vom verlorenen Sohne hören, ſagte jetzt die Mutter.Du weißt, ich höre ſie ſo gern. Ich denke dabei unſeres eigenen ver⸗ irrten und verlorenen Kindes, und hoffe immer noch,

daß auch Er eines Tages gebeſſert und reuig an das Herz ſeiner Eltern zurückkehren werde.

Leſen will ich ſchon recht gern, gute Katharine,« verſetzte der Vater,nur fürchte ich, daß dich die 4 Geſchichte wieder ſehr angreifen wird. Ich ſehe ja im⸗