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Jenseits des Meeres : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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von doppelten Schmerzen gefoltert, Schmerzen des lei⸗ denden Körpers, und der vor Heimweh erfüllten Seele.

Endlich genaß der Arme. Der letzte Unfall, den er erlitten, hatte nur ſein Verlangen geſchärft, den ame⸗ rikaniſchen Boden zu verlaſſen, auf welchem nun ein⸗ mal, wie es ſchien, keinerlei Heil für ihn blühete, und ſein erſter Gang nach ſeiner Geneſung war an den Hafen, wo er ein zur Fahrt nach Europa beſtimmtes Schiff aufſuchte. Er fand ihrer mehrere, und ſogar ein Dampfſchiff, das ſchon am andern Tage Anker lichten wollte. Dieſes wählte er zur Ueberfahrt, ging ſogleich an Bord, bezahlte ſein Paſſage⸗Geld, und erwartete nun mit freudiger Ungeduld den Augenblick der Abfahrt.

Auch dieſer kam endlich. Die mächtigen Schorn⸗ ſteine des Dampfers ſtießen dicke Rauchſäulen aus, die Räder peitſchten das Meer, und leicht wie ein Vogel glitt das Schiff uͤber die Wogen hin, der Heimath entgegen. Hans empfand eine ſo beſeligende Freude

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hierüber, wie er ſie nie empfunden, ſeit er das väter⸗ liche Hans verlaſſen hatte. Und wohl war dieſe Freude gerechtfertigt. Gebeſſert, gründlich gebeſſert, kehrte Hans heim, und durfte deßhalb wohl die Hoffnung he⸗ gen, für ſeine früher begangenen Fehler die Verzeihung der Eltern zu erlangen.

Glücklich und ſchnell ging die Ueberfahrt von ſtat⸗ ten. Ohne Unfall erreichte das Schiff Bremerhaven, von wo aus Hans ohne Aufenthalt ſeine Reiſe weiter fortſetzte.

An einem ſchönen Sommer⸗Abende, als es bereits dunkelte und die erſten Sterne vom Himmel hernieder glänzten, betrat Hans nach langer Zeit zum erſten Male wieder ſeine Vaterſtadt. Mit klopfendem Herzen