76
dunkel wurde. Dann erſt gebot der Farmer Einhalt, und lud zum Abendeſſen ein.
Hans fand auf dem Tiſche daheim wiederum Speck und Maiskuchen im Ueberfluſſe, und auf dem Herde die unvermeidlichen Thee⸗ und Kaffee⸗Töpfe,— ſonſt aber nichts. Schweigend würgte er einige Biſſen hin⸗ unter, und fragte dann, da er ſich wirklich ſehr erſchöpft und ermüdet fuͤhlte, nach ſeiner Schlafſtelle.
Man wies ihn in einen Stall. Dort mochte er ſich ſein Lager aus Maisſtroh und Heu ſelber zurecht machen. Hans ärgerte ſich aber weiter nicht darüber. Nur halb ausgekleidet warf er ſich in einen Winkel, und Müdigkeit drückte ihm bald die ſchweren Augen⸗Lider zu.
Am folgenden Tage gieng es ſo ziemlich wie am erſten zu, und ſo alle Tage hindurch, einzig die Sonn⸗ tage ausgenommen, welche dem Ausruhen gewidmet waren. Etwas Anderes als Ruhe und Erholung, brach⸗ ten aber auch dieſe Sonntage dem armen Hans nicht. Von einer Zerſtreuung, oder einem vertraulichen Zu⸗ ſammenſein mit anderen Menſchen war gar keine Rede. Die nächſten Nachbarn der Farm wohnten zu weit ent⸗ fernt, um an einem Tage zu Fuß hin und her zu kommen, und Mr. Blunt gab es nicht zu, daß Hans ein Pferd nehmen durfte, um ſich deſſelben als eines ſchnelleren Transport⸗Mittels zu bedienen. So mußte denn Hans wohl oder übel zu Hauſe hocken bleiben, und ſich, wie einen und alle Tage, an Maiskuchen und Speck zu erlaben ſuchen.
Natürlich hatte er bei ſo bewandten Umſtänden das Leben in der menſchenleeren Wildniß bald von ganzem Herzen ſatt, und oft ſtieg in ihm der Gedanke auf, daß er davon gehen, und irgendwo ein beſſeres, behaglicheres


