——
74
Langeweile zu verſcheuchen und ſchlimme Gedanken fern zu halten. Kommt nur! Drin im Hauſe wird's Euch vielleicht beſſer gefallen, als hier außen!“
Er ſchritt raſch weiter, und Hans mußte ihm wohl folgen, obgleich eine bange Ahnung ihm ſagte, daß er hier in dieſer wilden und ablegenen Oede wohl auch ſchwerlich ſein Glück finden werde. Als ſie in die un⸗ mittelbare Nähe des Hauſes gelangten, ſchlugen ein paar Hunde an, ſprangen aber nicht, wie es die treuen Thiere doch ſonſt immer zu thun pflegen, mit freudigem Gebell ihrem Herrn entgegen, ſondern krochen bei ſeinem Erſcheinen mit eingeklemmtem Schweif ſcheu zur Seite. Auf dem Hofe,— wenn man dieſe Bezeichnung füͤr den freien Platz vor dem Hauſe gelten laſſen will,— lagerten einige Schweine und ſpazierten ein paar Dutzend
Hühner umher. Am Eingang des Hauſes lehnte ein Junge von vielleicht zwölf Jahren, blickte den Kommen⸗
den gleichgültig entgegen, und grüßte mit einem kaum bemerkbaren Kopfnicken.
„Biſt wieder zurück, Vater?“ ſagte er kalt und ohne die Hände aus den Hoſentaſchen zu ziehen, in denen ſie ſteckten..
„Bin es,“ verſetzte Mr. Blunt.„Wie ſteht's da⸗ heim, Bob?“
„Alles gut,« erwiderte der Junge.»Mutter und Bill ſchlafen noch. Wen bringſt du da mit, Vater?« „Unſern neuen Arbeiter! Wird uns helfen, die neue Ernte einzubringen, Holz zu ſchlagen und Fenzen zu machen.“ 1 ¹ „ Iſt recht! Brauchen Hülfe,“ ſagte der Junge und maß Hans mit einem gleichgültigen Blicke, ohne ih aber ein freundliches Wort zum Willkommen zu ſagen.


