Farm an hundert deutſche Meilen von New⸗York ent⸗ fernt liege, aber von bedeutendem Umfange und mit Wieſen, Wald und beſtem Ackerland reichlich geſegnet ſei. Freilich wär's wohl ein bischen einſam dort, denn der nächſte Nachbar wohne an fünf deutſche Meilen von ſeiner Farm entfernt, aber im Ganzen laſſe ſich doch ganz gut leben in der Wildniß, und Sonntags kommt man auch dann und wann mit dieſem und jenem Nach⸗ bar zuſammen, wo dann immer ein paar fröhliche Stun⸗ den gefeiert würden. Hans ſeinerſeits fand das Alles ganz ſchön, und war glücklich darüber, daß er den ge⸗ ſcheiten Einfall gehabt hatte, ſein Heil auf dem Lande zu verſuchen. Im Stillen berechnete er ſchon, daß er von ſeinem Lohn in einem einzigen Jahre mindeſtens dreihundert Dollars erſparen könne, und wenn dies ge⸗ ſchehen wäre, dann ſollte ihn keine Macht der Erde abhalten, wieder nach Deutſchland zurückzukehren und ſich ſeinen Aeltern, um Verzeihung flehend, zu Füͤßen zu werfen. In einem einzigen kurzen Jahre konnte er dieſes Ziel erreichen, und ſein Herz hüpfte hoch vor Freuden, wenn er ſich das Glüͤck vergegenwärtigte, das er in der geliebten Heimath wieder zu erreichen hoffte. Weiter und weiter brauste und raſſelte indeß der Zug in die Wildniß hinein. Je weiter der Tag vorrückte, deſto ſeltener zeigten ſich die Spuren von Kultur und Anbau am Wege, und mit Einbruch der Nacht fuhr man mitten zwiſchen dichten Urwäldern dahin. Auch während der Nacht ſauste der Zug weiter, und hielt verſt gegen Morgen an der Stelle, in deren Nähe Mr. Blunt's Farm lag. Er und Hans ſtiegen aus und
etzten ihren Weg zu Fuße fort. Nach einem Stünd⸗ chen, gerade mit Sonnen⸗Aufgang, erreichten ſie die A


