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Jenseits des Meeres : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Backofen hatte. Es war darin auch beinahe eben ſo heiß, wie in einem Backofen, und Hans mußte ſich am andern Morgen ſelber geſtehen, daß er, wenn ihm eine Wahl geblieben wäre, doch lieber daheim in ſeinem guten Federbette, in der reinlichen, wohl gelüfteten Kammer, als hier in dem dumpfigen und ſtickigen Raume des Zwiſchendecks geſchlafen hätte. Indeß tröſtete er ſich ſchnell. Die Ueberfahrt dauerte ja keine Ewigkeit, in drei oder ſpäteſtens vier Wochen konnte er in New⸗ York ſein, und dann waren alle die kleinen unvermeid⸗ lichen Leiden einer längeren Seefahrt überſtanden. Frei⸗ lich kannte er dieſe kleinen Leiden noch nicht und ſchätzte ſie wohl zu gering, weil er eben noch keine vierwöchent⸗ liche Seereiſe im Zwiſchendeck eines wohlgefüllten Aus⸗ wanderungsſchiffes zurückgelegt hatte.

Einige Tage vergingen, aber derBal timore«, ſo hieß das Schiff, auf welchem Hans ſich befand, traf noch keinerlei Anſtalten zum Auslaufen. Den erſten Tag bezeigte Hans keine große Ungeduld dar⸗ üͤber; das lebendige Treiben im Hafen, das An⸗ und Abſegeln der großen Schiffe, das Geräuſch von Leuten aus allerlei Nationen gewährte ihm eine Unterhaltung, wie er ſie noch nie genoſſen hatte, und die Zeit ver⸗ ſtrich ihm darüber ziemlich ſchnell. Am zweiten Tage verſpürte er aber ſchon einigen Ueberdruß und Lange⸗ weile, und am dritten trat er zum Kapitän und be⸗ klagte ſich, daß die Abfahrt ſo lange hinausgeſchoben würde. Der Kapitän entſchuldigte die Zögerung mit dem anhaltend niedrigen Waſſerſtand, der das Aus⸗ laufen bis jetzt noch nicht geſtattet habe, und Hans mußte ſich wohl oder übel mit dieſem Beſcheide zufrie⸗ den geben. Aber der Aufenthalt auf dem Schiffe fing

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Jenſeit des Meeres.