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Jenseits des Meeres : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Thorheit geweſen, den freien Nacken wieder unter das Sklaven⸗Joch zu beugen!

Fort mit ſolchen Gedanken! rief er aus.Auf nach Amerika! Auf in das Land der Freiheit!« In Hamburg eingetroffen, trieb er ſich zuerſt einige Tage müſſig umher und ging allen möglichen Vergnuͤ⸗ gungen und Zerſtreuungen nach, bis er davon vollkom⸗ men überſättigt war. Nun erſt dachte er an die Wei⸗ terreiſe. Er kaufte ſich einen Koffer, verſchiedene Klei⸗ dungsſtücke, und Anderes, von dem man ihm geſagt hatte, daß er es in Amerika theuer werde bezahlen 5 ſen, und ſuchte dann eine Schiffsgelegenheit zur Ueber⸗ fahrt. Dieſe war bald genug gefunden. Er machte nur einen Spaziergang nach dem Hafen, und entdeckte

hier ein großes Auswanderer⸗Schiff, das, wie ihm ver⸗ ſichert wurde, demnächſt die Ueberfahrt nach New⸗York

antreten würde. Er nahm ſofort einen Platz als Zwi⸗ ſchendecks⸗Paſſagier, weil ihm der Preis als Kajüten⸗ Paſſagier etwas zu theuer dünkte, bezahlte ſein Billet, blieb gleich auf dem Schiffe, um ja die nahe bevor⸗ ſtehende Abfahrt nicht zu verſäumen, und ließ durch ein paar Matroſen ſein Gepäck aus dem Gaſthofe abholen,

woo er während ſeines Aufenthaltes in Hamburg Quar⸗

tier genommen hatte. Nach einer Stunde hatte er ſich ganz bequem in einer Ecke des Zwiſchendecks eingerich⸗ tet, und konnte nun ruhig und ohne Sorge der Stunde der Abfahrt entgegenſehen.

Die erſte Nacht, die er auf dem Schiffe zubrachte, verging ihm zwar nicht ſehr angenehm, aber doch immer noch leidlich genug. Sein Bett beſtand aus weiter nichts, als aus einer Matratze in einer engen Koje an der Schiffswand, die am meiſten Aehnlichkeit mit einem