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Vater, immer mit größter Ruhe und ohne irgend eine ſichtbare Aufwallung von Leidenſchaft.
Mit ſchwerem feſtem Schritte ging er durch die Stube zu einem großen Wandſchranke, nahm einige Päckchen Papiere daraus, und zählte ſie auf den Tiſch.
»„Hier ſind zweitauſend Thaler, das Kapital, das du von deiner Großmutter geerbt haſt, nehſt den Zinſen. Nimm es an dich— ſo— und jetzt ſind wir in der That geſchiedene Leute. Geh' denn, und verſuche dein Glück! Ich wünſche dir nichts Böſes, nur das Eine wünſche ich, daß dir draußen in der Welt die Augen aufgehen mögen, und daß du zur Erkenntniß kommſt, wie frevelhaft du gegen deine Eltern gefehlt haſt. Geh'!«
Trotzig und unerſchüttert wandte ſich Hans nach der Thür um.
»Hans! Mein Sohn!« rief die weinende Mutter, und ſtreckte voll Todesangſt die Hände hinter ihm aus.
Hans hörte nicht, oder wollte nicht hören. Er ging, und einige Minuten ſpäter hatte er das Vaterhaus, einige Stunden ſpäter die Vaterſtadt verlaſſen, und dampfte auf der Eiſenbahn nach Hamburg zu, wo er ein Schiff ſuchen wollte, um auf ihm die Ueberfahrt nach Amerika zu machen. Seine Mutter weinte ihm die bitterſten Thränen nach. Sein Vater aber ertrug die Trennung mit großer Ruhe und ohne irgend ein Zeichen von Betrübniß oder Niedergeſchlagenheit.
»Tröſte dich doch, Käthe,« ſagte er zu ſeiner Frau. »Wir können zufrieden ſein, daß wir den ungerathenen Sohn los geworden ſind, denn Freude wuüͤrden wir hier doch niemals an ihm erlebt haben. Vielleicht beſ⸗ ſert er ſich draußen in der weiten Welt, und wenn das geſchieht, ſo will ich ihn mit Freuden wieder an mein


