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Jenseits des Meeres : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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die letzten Funken gelöſcht ſei, und begab ſich dann wie⸗ der in ſeine Kammer, wo er aber nicht mehr den vori⸗ gen ruhigen Schlaf wiederfand. Er hing meiſtens trü⸗ ben Gedanken nach, war aber am andern Morgen feſt entſchloſſen, Hans aus ſeinem Hauſe unter fremde Leute zu ſchicken, wo er vielleicht eher als daheim Fleiß und gute Lebensart lernte. Wenn er aber glaubte, ſeinen ſtörriſchen Sohn als ruhigen und demüthigen Sünder zu finden, ſo fand er ſich getäuſcht. Hans trat am nächſten Tage mit ungebeugtem Trotze vor ihn hin, und ließ ihn nicht einmal zuerſt zu Wort kommen.

»Du haſt mich dieſe Nacht gemißhandelt und ge⸗ ſchlagen, Vater, und von dieſer Stunde an betrachte ich uns als geſchiedene Leute,« ſagte er beim Eintreten in die Wohnſtube.Du willſt, ich ſoll aus dem Hauſe fort, das iſt ganz und gar auch mein Wille und ſtimmt mit meinen Wünſchen überein. Wenn du denkſt, daß ich mich ſoll als kleinen Jungen behandeln laſſen, ſo biſt du im Irrthum. Ich gehe, und zwar nach Amerika, in das Land der freien Leute, wo ſich Nie⸗ mand unterſtehen darf, einen Andern zu chikaniren oder ihm Gewalt anzuthun. Alſo ich gehe, und du wirſt ſo gut ſein, mir das Erbtheil von meiner Großmutter aus⸗ zuzahlen, das ſie mir ausdrücklich vermacht hat, und das du bisher nur für mich zu verwalten gehabt. Da ich mich jetzt für ſelbſtſtändig erkläre, ſo werde ich künftig auch mein Eigenthum ſelber verwalten!«

Vater und Mutter blickten mit ſprachloſem Erſtau⸗ nen ihren Sohn an, der mit kecker Miene und trotzig aufgeworfener Unterlippe ihre Blicke aushielt, ohne die Augen zu Boden zu ſchlagen. Die zärtliche Mutter machte endlich eine Bewegung auf ihn zu, in der Ab⸗

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