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treue Pflege ſeiner zärtlich um ihn beſorgten Wohl⸗ thäter rettete ihn vom Tode.
Manche lange Nacht wachte Herr Brockhuſen an ſeinem Lager, und lauſchte auf die wilden Phantaſieen, die den bleichen Lippen des Kranken entſtrömten. Auch ſeine Gattin, auch Adelbert lauſchten und hörten,— und nun auf einmal ward ihnen Allen klar, was eigent⸗ lich Baſtel gebrochen und niedergeworfen hatte.
»Das edle, gute, treue Herz!“ ſagte Herr Brock⸗ huſen mächtig erſchüttert.„Er opferte ſich, bis zum Tode, aus Dankbarkeit,— opferte ſich und— ſchwieg! O Gott, gib ihm Leben und Geſundheit wieder, und dann, dann will ich ſorgen, daß er wieder glücklich werde— in ſeiner Weiſe! Wie blind waren wir Alle, dieß nicht zu ſehen und zu erkennen!“
Und Baſtel genas, genas endlich nach ſchweren Leiden, Geſundheit und Kraft kehrten endlich zurück, und mit tiefer Rührung erkannte er, welche zäͤrtliche, unabläſſige, liebevolle Sorgfalt über ſein Leben gewacht hatte.
„Wie ſie mich lieben! Ich darf ſie nicht kränken!«
Dieſer Gedanke tauchte wieder in ihm auf, und ſtand unerſchütterlich feſt in ſeiner Seele. Mochte er zu Grunde gehen— nur undankbar erſcheinen wollte er nicht, und— er ſchwieg, wie er immer geſchwiegen.
Jetzt aber täuſchte er die, die ihn liebten, nicht mehr. Sie hatten ihn durchſchaut, und liebten ihn nur noch inniger, da er von Neuem ſeinen Schmerz und Gram in undurchdringliche Schleier zu hüllen ver⸗ ſuchte.
An einem herrlichen Junitage war's, als Baſtel, wieder neu geſtärkt und erkräftigt, umgeben von ſeinen


