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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Freunden, zum erſten Male wieder im Garten der Villa ſaß, und mit tiefen Athemzügen die erquickende, von Blumenduft erfüllte Himmelsluft einſog. Noch war ſeine Wange ein wenig bleich und ſein Auge umflort, aber ein großer Theil der alten Kraft und Geſundheit war doch zurückgekehrt.

Alſo fühlſt du dich wieder fähig, zu wirken, zu ſchaffen, zu arbeiten, mein lieber Baſtel? fragte Herr Brockhuſen.

Gewiß! Ich ſehne mich ſogar nach Thätigkeit, antwortete Baſtel mit ſchwachem Lächeln.Wie an⸗ ders, als durch Arbeit und Fleiß vermag ich Ihnen meine unendliche Dankbarkeit für Ihre väterliche Güte zu bezeigen?

Nun denn, Baſtel, ſagte Herr Brockhuſen, weißt du auch, daß ich ſehr ſtark auf deine Dankbar⸗ keit rechne? Ich habe einen ganz beſonderen Plan für dich!

Rechnen Sie auf mich in Allem, was ich zu lei⸗ ſten vermag, entgegnete Baſtel.Sie wiſſen wohl, daß ich ganz und gar Ihnen gehöre!

Ja, das weiß ich, Baſtel, ſagte Herr Brockhuſen mit einem leiſen Anfluge von Rührung.Du biſt ein guter Sohn, uud ein treues Gemüth. Aber trotzdem, Baſtel, bin ich nicht ſicher, ob dir deine neue Beſtim⸗ mung auch willkommen ſein wird, und ich würde ſie dir nicht aufdringen, wenn ich nur irgend Jemand an⸗ ders hätte, dem ich das Geſchäft anvertrauen könnte. Wir müſſen uns trennen, Baſtel! Freilich nicht für immer, oh gewiß nicht, ſondern wir werden uns viel⸗ mehr, wie ich hoffe, öfter als einmal im Jahre be⸗

ſuchen, nun aber eine Trennung bleibt es immerhin,