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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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auch die alte, zärtliche Liebe für ſeine Eltern und ſeine Heimath tief im Herzen, und oft, oft zog ihn eine heiße Sehnſucht nach den ſchattigen Thälern, den rie⸗ ſelnden Quellen, den rauſchenden Wäldern des fernen Harzes, die ihm manchmal das Herz ſchwer machte, ſeine Augen mit Thränen füllte, und ſelbſt ſich in ſeine Träume hinein verwob. Aber er gab dieſer heißen Sehnſucht nicht nach, er bezwang ſie, und verbarg ſie

ſelbſt ſeinem Wohlthäter ſo vollſtändig, daß dieſer keine

Ahnung davon hatte. Ja, ſeine ſtete Heiterkeit an den Tagen, die er in der Familie zubrachte, ſein ganzes, ſcheinbar ſo ſorgloſes Weſen, und die Eigenthümlich⸗ keit, daß er faſt nie der geliebten Heimath erwähnte, flößte Herrn Brockhuſen ſogar den Gedanken ein, daß er ſie wohl gar vergeſſen haben und am wenigſten Sehnſucht danach empfinden möge. Er konnte ja nicht wiſſen, daß Baſtel nur nicht von ſeinen Bergen ſprach, um ſich nicht zu verrathen, und um nicht un⸗ dankbar gegen die Güte ſeiner Freunde zu erſcheinen. Aber insgeheim ſehnte er den Tag herbei, der ihm die Rückkehr in ſeine ſtillen Thäler geſtatten würde, und ſein Herz pochte laut und ungeſtüm, wenn er dieſer, noch in ſo unbeſtimmte Ferne gerückten ſeligen Zeit gedachte.

Aber, wie geſagt, Baſtel verbarg aus zartem Sinn ſeine wahren Gefühle ſo ſorgfältig, und Herr Bruck⸗ huſen ahnte ſie ſo wenig, und er liebte Baſtel dabei ſo herzlich, daß allmählig der Gedanke in ihm aufſtieg und ſich mehr und mehr befeſtigte, den wackeren Jüng⸗ ling für immer an ſich zu feſſeln, und ihm eine Zu⸗ kunft an der Seite Adelberts in ſeinem eigenen großen Geſchäfte zu eröffnen. Die Zuneigung zu Baſtel über⸗