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Adelbert vermißte ein paar Tage ſeinen Spielgefähr⸗ ten, den er herzlich lieb gewonnen hatte, aber auch er ergab ſich in ſeinen Verluſt um ſo leichter, als er ja
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jeden Sonntag in ſeiner Geſellſchaft zubringen konnte,
und ſpäter auch zubrachte.
Baſtel mittlerweile ſchien jetzt an ſeiner rechten Stelle zu ſein, denn überraſchend und faſt wunderbar war es, wie reich er ſich körperlich und geiſtig entfal⸗ tete, und im raſchen Drängen und Sproſſen die herr⸗ lichſten Bluͤthen trieb. Mit einer Leichtigkeit, welche ſelbſt ſeine Lehrer überraſchte, holte er die in der erſten Jugend verſäumten Kenntniſſe nach, und arbeitete mit ſtetem Fleiße und unermüdlicher Ausdauer weiter und weiter, bis er zu den beſten und kenntnißreichſten Schuͤ⸗ lern ſeines Alters gezählt wurde, und bei den jähr⸗ lichen Prüfungen immer die erſten Preiſe davon trug. Nach Jahr und Tag brauchte er ſich nicht mehr zu ſcheuen, mit Adelbert in die Schranken zu treten. An Kenntniſſen ſtand er ihm bald gleich oder übertraf ihn wohl gar, und die neue Welt, die ihm beim erſten Ein⸗ treten in ſie ſo verwirrend und erdrückend entgegen ge⸗ treten war, ſie hatte jetzt nichts Neues und Befrem⸗ dendes mehr für ihn, und er bewegte ſich in ihr ſo ſicher und gewandt, wie früher in den heimathlichen Bergen und Wäldern. Er war nicht mehr der blöde, eingeſchüchterte, alberne Baſtel von damals, ſondern ein ſtattlicher Jüngling, geſund an Seele und Leib, mit hellem Auge und mit hellem Geiſte.
Ein ganz Anderer war er geworden, und nur in Einem unverändert geblieben, in ſeinem kreuzbraven und wackeren Gemüth. Beſcheiden, dankbar und voll Verehrung gegen ſeinen Wohlthäter, bewahrte er doch


