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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ihm dann ſpäter zum ewigen Andenken an ſein Ein⸗ ſiedler⸗Leben dienen konnten.

Er hatte ſich das Alles ganz wunderhübſch in Ge⸗ danken ausgemalt, und zweifelte nicht einen Augenblick daran, daß er wenigſtens einige Wochen lang das groͤßte Vergnügen an dieſem abentheuerlichen Treiben finden werde. Aber es kam Alles anders, als er dachte, und für diesmal hatte der Vater recht behalten.

Adelbert, an ſein bequemes Bett mit weicher Ma⸗ tratze gewöhnt, verbrachte eine jämmerliche Nacht auf dem elenden Heulager; am andern Morgen wollten ſich die Ziegen nicht von ihm melken laſſen, da er ſich nicht darauf verſtand, ſo daß er ſich für dieſen Tag mit Brod und Waſſer zur Nahrung begnügen mußte; und in der folgenden Nacht kam ein tüchtiger Regen⸗ guß, der vollends alle Begeiſterung auslöͤſchte. Die Näſſe drang reichlich durch ſeine ſchlecht verwahrte Rei⸗ ſig⸗Hütte, und auch die wollene Decke gewährte auf die Dauer nur geringen Schutz. Ehe Mitternacht her⸗ an kam war Adelbert durchnäßt bis auf die Haut, und ſein Heulager war eingeweicht, wie ein naſſer Schwamm. Er ſtand auf und blickte nach dem Himmel. Kein Sternlein blickte ihm freundlich und tröſtend entgegen, aber die fallenden Tropfen rauſchten fort und fort auf die Blätter der Bäume herab.

»Das iſt ungemüthlich,« dachte er.»Es ſcheint nicht, als ob der Regen bald aufhören wolle, und ich finde, daß ſich der Robinſon doch weit angenehmer leſen, als ſpielen läßt. Thorheit, ich gehe nach Hauſe!«

Und richtig, ohne längeren Aufenthalt weiter, ver⸗ ließ er ſeine romantiſche Hütte, brach ohne alle Um⸗