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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſtände die mühſam errichtete Verzäunung nieder, und trabte nach der Villa. Triefend von Regen, mit einiger⸗ maßen verlegenem Geſichte, trat er ein, und wurde lachend von den Aeltern empfangen, welche dieſen Aus⸗ gang des Abenteuers mit Beſtimmtheit erwartet hatten. Ein leuchter Schnupfen war die Folge deſſelben, und von dem Robinſon⸗Fieber war Adelbert für immer gründlich geheilt.

Aber andere kleine Fieber ſtellten ſich von Zeit zu Zeit ein, und ſo auch eines Tages das Seefahrer⸗Fieber, als Adelbert einige ſeine Phantaſie aufregende und feſſelnde See⸗Abenteuer geleſen hatte. Nun hielt er wieder keine Ruhe und bettelte ſo lange, bis der Vater eine kleine Seereiſe mit ihm nach Helgoland machte.

Wenn nur wenigſtens ein Sturm käme, meinte er, als das Dampfſchiff bei Curhaven rauſchend in das Meer hinein ſchoß.Das wäre eine Luſt, Vater! Bei ſo glattem Waſſer macht die Seefahrt keinen rechten Spaß.

Ich denke, ſie wüͤrde dir noch weniger Spaß ma⸗ chen, wenn deine Sehnſucht nach einem Sturme erfüllt würde, entgegnete der Vater trocken.Die Beſchrei⸗ bung eines Sturmes auf dem Meere, daheim im be⸗ haglichen Zimmer zu leſen, mag recht ſchön ſein, aber auf dem Meere ſelber ihn zu erleben, dafür danke ich, und ziehe günſtigen Wind und glattes Waſſer vor.

Aber, lieber Vater, antwortete Adelbert ſchmollend, eine ſolche Seefahrt wäre ja faſt weiter nichts, als eine Spazierfahrt mit der Gondel auf dem Alſter⸗Baſſin! Nein, nein, ich lobe mir einen Sturm, der brauſend über die Wogen einherfährt, im Takelwerk raſſelt und