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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nung; auf einmal aber fiel es ihm ein, wie reizend es ſein müßte, wenn er ſelber einmal ſo eine Art von Robinſons⸗Leben führen könne, und von dieſem Augen⸗ blick an ruhete er nicht, bis ihm geſtattet wurde, we⸗ nigſtens einen Verſuch der Art zu machen. Die Eltern wehrten zwar anfangs und ſtellten ihm vor, wie thö⸗ richt und geradezu lächerlich ſein Verlangen ſei; aber Adelbert bat und flehte ſo lange, bis endlich das Herz der Eltern erweicht wurde.

Nun denn, da er durchaus darauf beſteht,« ſagte der Vater heimlich zur Mutter,ſo laſſen wir ihm ſei⸗ nen Willen. Bei jetziger Jahreszeit, im hohen Som⸗ mer, bei den warmen Nächten kann keine Gefahr da⸗ bei ſein, und im Uebrigen bin ich uͤberzeugt, daß das ganze Vergnügen nicht lange dauern wird. Ein tüch⸗ tiger Regenguß wird das Robinſons⸗Fieber bald genug dämpfen.

Alſo Adelbert erhielt endlich die erſehnte Erlaubniß und ging jubelnd an's Werk, ſeine Pläne auszuführen. Ein entfernter Winkel des Gartens wurde ihm einge⸗ räumt, er baute ſich mit eigenen Händen eine leichte Hütte aus Reiſigbuͤndeln darin, zäunte den Platz rings⸗ um ein, nahm ein paar Ziegen mit ſich, welche Ro⸗ binſons Lama's vorſtellen ſollten, und richtete ſich dar⸗ auf ein, mehrere Wochen in Einſamkeit und Entbeh⸗ rung aller gewohnten Bequemlichkeiten zuzubringen.

Ein paar Bündel Heu und eine Wolldecke ſollten ſein Lager ſein, die Milch der Ziegen ſollte ihm, nebſt etwas Brod, das man ihm täglich über die Einzäu⸗ nung reichte, zur Nahrung dienen, und zum Zeitver⸗ treibe wollte er allerlei Geräthſchaften verfertigen, die