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Jeder in seiner Weise : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nehmen die frohen und zuverſichtlichen Hoffnungen, welche die Eltern auf ſeine fernere Entwickelung bauten. Nur ein einziger Zug in der Gemüthsart des Kna⸗ ben erregte zuweilen im Herzen des Vaters einige Be⸗ ſorgniſſe, nämlich ein gewiſſer Hang zum Schwärme⸗ riſchen und Abentheuerlichen, der ſich bei verſchiedenen Gelegenheiten äußerte und in der allzu lebhaften Phan⸗ taſie Adelberts ſeinen Grund hatte. Er las gern und viel unterhaltende und belehrende Geſchichten, aber ſolche waren ihm doch immer die liebſten, in denen von un⸗ gewöhnlichen und ſeltſamen Schickſalen erzählt wurde. Das wäre nun gerade kein Fehler geweſen, denn die Auswahl der Buͤcher, welche in ſeine Hände gelangte, wurde auf das Sorgfältigſte von ſeinen Eltern und Erziehern überwacht, aber der Fehler lag darin, daß Adelbert, wenn er dergleichen Geſchichten las, mit allem ſeinem Sinnen, Träumen und Denken ſo gänz⸗ lich ſich hineinverſenkte, daß er ſie gleichſam mit er⸗ lebte und dann auch in Wirklichkeit erleben wollte. So hatte er zum Beiſpiel erſt im vorigen Jahre von ſeinem Vater zum Geburtstage Campe's Robinſon bekommen, und ſich nach gewohnter Weiſe ſogleich in das Leſen des anziehenden Buches vertieft. Es brachte eine wunderbare Wirkung auf ihn hervor. So hatte ihm noch kein Buch gefallen, ſo noch keines ihn ge⸗ feſſelt und ſein ganzes Gemüth in Anſpruch genommen, wie dieſes. Zwei, dreimal las er es hinter einander durch von der erſten bis zur letzten Seite, und der arme Robinſon auf der wüſten Inſel im fernen Welt⸗ meere, allein, einſam, verlaſſen von aller Welt erregte immer von Neuem ſeine innigſte Theilnahme. Bis dahin war Alles ganz gut und in der Ord⸗