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biſt mein Kind, und ich will dein Vater ſein von jetzt an!«— Erſtaunt, erſchüttert ſtanden Alle, während Wilhelm, in Thränen ausbrechend, an die Bruſt des alten, nicht
minder tief ergriffenen und erſchütterten Mannes ſank.
„Das iſt brav!« ſagte Meiſter Leonhard.„Ich gra⸗ tulire, Herr Rempelmeier. Jetzt, wo Sie ſolchen Sohn haben, ſind Sie reich, und wenn Sie auch all' Ihr Hab' und Gut verloren hätten!“«
„Gott hat ſein Herz gelenkt! Ich danke dir, Gott!« ſprach Frau Engelbert mit ſtrahlendem Blicke, indem ſie die gefalteten Hände zum Himmel aufhob.
„Es iſt ein Wunder geſchehen!“ ſagte der Doktor.
„Ja, ein Wunder!« wiederholte Herr Rempelmeier, indem er auch Frau Engelbert umarmte, und den Uebri⸗ gen herzlich die Hände ſchüttelte.»Ja, ein großes Wunder! Gott hat mein Herz gerührt durch Eure ein⸗ fachen Tugenden, mein Herz, das verhärtet war durch die Schlechtigkeit ſo mancher Menſchen, die mir auf meinem Lebenswege begegneten. Vielfach betrogen, ge⸗ täuſcht, hintergangen verlor ich ſchon früh alles Ver⸗ trauen zu den Menſchen, und wurde hart, geizig, ge⸗ fühllos und unbarmherzig. So kehrte ich hierher zu⸗ rück. Ich wollte nichts von Euch wiſſen, wollte nur mir allein leben, und da ich Niemanden hatte, den ich lieben konnte, ſo liebte ich nur mein Geld, meinen Reichthum, den ich unter Mühen und Sorgen, die ich Euch vielleicht ein anderes Mal erzähle, in Surinam erworben hatte. Da kam die Feuersbrunſt. Sie hätte mich klug machen ſollen, ſie erſchütterte auch wirklich mein verhärtetes Gemüth, aber ich dachte:„Sie haben


