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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wandte ſollten einander nichts nachtragen. Außerdem

verlangt ja ſchon die einfachſte Pflicht, daß wir uns Seiner in dieſer hülfloſen Lage annehmen müſſen, und unter allen Umſtänden ſoll nent doch Niemanden Böſes mit Böſem vergelten.

Nun, mein Kind, wie du meinſt, wie du meinſt; ich will dir in deinem guten Werke nicht hinderlich ſein, ſagte Herr Wunderlich gerührt.Aber erfahren ſoll er's dann auch, was Ihr für ihn gethan habt! Ja, bei Gott, das ſoll er! Wahrhaftig, nach ſolcher Behandlung, iſt das alles Mögliche, alles Mögliche!«

Während Herr Wunderlich den Knaben lobte, ſchrieb der Doktor ſein Recept, und ordnete dann auf das Ge⸗ naueſte an, wie mit Herrn Rempelmeier verfahren wer⸗ den müſſe. Er nahm augenſcheinlich die Krankheit ſehr ernſthaft und empfahl wiederholt die äußerſte Sorgfalt,

indem er bemerkte, daß man erſt beim Anfange des Wells wäre, und das Ende noch keineswegs abſehen önne.

Er hatte nur zu ſehr Recht, der Doktor. Volle vier Wochen lang ſchwankte Herr Rempelmeier zwiſchen Leben und Tod, und wenig fehlte, ſo wäre er nie wie⸗

der vom Krankenlager aufgeſtanden. Nur die auf⸗

opferndſte Pflege von Seiten ſeiner Verwandten rettete ihn, wie der Doktor ſelber öfter als einmal zum Ad⸗ vokaten Wunderlich ſagte, der übrigens ſelbſt ſchon dieſe Bemerkung gemacht hatte, und von der Richtigkeit der⸗ ſelben vollſtändig überzeugt war.

Endlich, nach vier ſchlimmen Wochen, gelangte Herr

Rempelmeier wieder zum Bewußtſein, war aber noch viel zu ſchwach, um der Sorgfalt ſeiner Pfleger ent⸗ behren zu können. Wilhelm und ſeine Mutter wachten