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In demselben Hause! : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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»Du lieber Gott, ſagte er,was iſt der Geiz doch für eine traurige Leidenſchaft! Wahrhaftig, Wilhelm, wenn ich ſo viel Angſt darum ausſtehen müßte, wie Herr Rempelmeier, dann möchte ich alle ſeine Schätze gar nicht haben! Na, wir wollen die Käſtchen hier neben das Bett auf das Tiſchchen ſtellen, damit er ſie gleich wieder ſieht, wenn er aufwacht. Und nun, mein lieber Junge, laufe zum Doktor! Du ſiehſt wohl, dein Herr Vetter iſt ernſtlich krank, und da wollen wir doch keine Vorſicht verabſäumen. Und weißt du, zum alten Advokaten Wunderlich könnteſt du auch mit ſpringen und ihn rufen; er iſt noch der Einzige, zu dem Rem⸗ pelmeier Vertrauen hat.

Wilhelm ſprang davon, und bald ſtand er mit dem Arzte und dem Advokaten wieder am Krankenbette. Es that Noth, daß er ſich beeilte, denn Herr Rempel⸗ meier phantaſirte wieder in ſchlimmer Fiebergluth, und der Arzt zog eine bedenkliche Miene, als er den Puls des alten Herrn fühlte und ſeine funkelnden Augen ſah, aus denen das Licht des Verſtandes entwichen war.

Es wird ſehr treuer und aufopfernder Pflege be⸗ dürfen, wenn wir ihn gerettet ſehen wollen, ſagte er kopfſchüttelnd.

»Oh, an der Pflege ſoll's ihm nicht fehlen! ſprach Wilhelm raſch.Ich bin da, und meine Mutter! Sie können ganz unbeſorgt ſein, Herr Doktor!«

Du? Und deine Mutter?« ſagte Herr Wunder⸗ lich, der Advokat.Das wäre in der That alles Mög⸗ liche, wenn gerade Ihr.. Hm! Verdient hat er's nicht um Euch.

Verdient oder nicht verdient, antwortete Wilhelm einfach,er iſt immer unſer Berwandter, und Ver⸗